Archiv für die Kategorie 'Briefe an Worte'

Liebe Relevanz

Donnerstag, 26. Juli 2007

Wie unwichtig du geworden bist! Meine Fresse, ich kann dich kaum noch sehen, platt gedrückt wie du mittlerweile rumliegst. Und ist das nicht witzig, dass ausgerechnet Gehalt, Inhalt, Content für deinen lausigen Zustand verantwortlich sein dürften? Ich meine, hey, Gehalt, Inhalt, Content — die drei, die dir eigentlich so nah sind, die drei, die eigentlich mal deine besten Freunde waren, so rein begrifflich, die haben dich nun — pardautz — fast auf dem Gewissen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Beziehungsweise versuchen, denn bis man den Gehalt, den Inhalt, den Content eines ganzen Reissacks weg gelutscht hat, könnte reichlich Zeit ins Land gehen. Macht deswegen keiner. Weil Content Geld ist und Zeit ja sowieso. Da kommt der Sack gelegen, denn den kann man — zack, zack — aufstellen und — zack, zack — wieder umfallen lassen. Apropos zack, zack: Du, liebe Relevanz, solltest vielleicht mal hurtigst damit beginnen, an den Reflexen zu arbeiten, solange noch Zeit ist. Vielleicht klappt es dann irgendwann mit dem Ausweichen. Und apropos Zeit: Ich muss dann auch jetzt los.

Gehaltvolle Grüße,
P.S.

Mein lieber Scholli…

Samstag, 30. Juni 2007

… und Herr Gesangsverein, mein lieber Schwan, liebe Güte, liebes Bisschen und ach, du liebes Lieschen, fast hätte ich dich vergessen. Ich weiß nicht, ob ihr es schon bemerkt habt, deswegen sag’ ich es euch jetzt mal in aller Deutlichkeit: Ihr nervt! Die Tage, in denen ihr ehrliches Erstaunen ausgedrückt habt, sind lange gezählt. Spontan, reflexartig nutzt euch niemand mehr. Statt dessen kleben euch mitteltalentierte Textarchitekten aber auch wirklich alle naselang als ironisch bröckelnden Stuck in die Ecken ihrer wannabe-amüsanten Ausführungen über das Leben im Allgemeinen und über ihres im Speziellen. Boah ey!
Jetzt könntet ihr natürlich altklug (Mehr als altklug habt ihr eh nicht drauf!) argumentieren, dass das ja nicht eure Schuld sei. Dass das ja bitteschön ganz allein auf die Kappe der mitteltalentierten Texter gehe und das man euch auch gerne in Frieden ruhen lassen könne. Von wegen! Dieses Rumgammeln ist doch Masche! Ihr weigert euch doch bewusst, den einzigen Schritt zu gehen, der euch eures Sonderpostens entheben würde, nämlich den Schritt, mit der Zeit zu gehen.

Mein lieber Scholli, in Hamburg leben sicherlich mittlerweile mehr Türken als es jemals Franzosen dort hatte, als du noch »ma chère jolie« warst. Das nur als dezenter Hinweis. Was du aus »fistik« machst, würde ich übrigens ganz dir überlassen. Mein lieber Herr Gesangsverein, probier’ es doch mal als liebe Boy- beziehungsweise Girlgroup. Lieber Schwan, wie wäre es als lieber Bullterrier oder Ratte oder Schoßhündchen, je nach sozialer Gruppierung. Liebes Lieschen, dass Du schon seit Jahren im besten Falle das liebe Lisa-Mariechen bist, hat dir wohl auch keiner gesagt, was? Und ihr beiden, liebes Bisschen und liebe Güte, ihr seid ja sowieso die schlimmsten von allen. Bisschen heutzutage? Bisschen was? Bisschen Güte? So würde es nämlich passen.

Aber das traut ihr euch sowieso nicht. Lieber lieb weiter bröckeln und nerven, was?

Heilige Scheiße!
P.S.