Lieber Postbote
Ich würde mich dann auch gleich mal entschuldigen. Und entschuldige, dass ich mich entschuldige, aber ich mach’ das dauernd, das ist wie ein Zwang. Den hab’ ich mir über die Jahre antrainiert. Denn wenn man schneller redet, als man denkt, dann muss man sich dauernd entschuldigen. Das geht einem in Fleisch und Blut über. Das wird zwanghaft. Ach, das erwähnte ich bereits, entschuldige. Womit ich wieder beim Anfang wäre. Also entschuldige, denn ich weiß sehr wohl, dass Du gar kein Postbote, sondern eine Postbotin bist. Immer, wenn ich Dich sehe, bist Du eine Postbotin. Du hast einen Pony und hellblonde Strähnchen in Deinen dunkelblonden Haaren. Könnte natürlich auch altersbedingtes Ergrauen sein, aber ich tippe auf Strähnchen, weil Du auch Strähnchen-Hosen und Strähnchen-Schuhe trägst.
Aber wie klingt denn das? Briefe an die Postbotin? Das klingt doch scheiße! Das klingt nicht mal wie „Briefe an die Mutter“, sondern gleich wie „Briefe an die Vaterin“. Wer will denn so was lesen, geschweige denn schreiben?
Und ganz ehrlich, ich will auch eigentlich keine Briefe an Dich schreiben.
Grüße,
P.S.
August 31st, 2008 22:38
hallo petra
sehr schon was du ihre chreibung.
du bist philosophe
enchuldigung fur mein schlichte deutch
freundlieche grusse aus morocco
touria
September 1st, 2008 08:51
Hallo Touria,
also als philosophisch würde ich das nicht bezeichnen. Aber solange es unterhält, bin ich mehr als zufrieden.
Grüße,
Petra
März 31st, 2010 13:46
Vielen Dank für das Lächeln, das du mir durch Deinen Text verpasst hast
Gruß
Guccie
März 31st, 2010 18:49
Gern geschehen.